Iran-Berichterstattung: US-Medienaufsicht erhöht Druck auf Rundfunksender

Nachdem die US-Regierung die Berichterstattung einiger Sender über den Iran-Krieg kritisiert hatte, droht die US-Medienaufsicht nun mit deren Lizenzentzug. Brendan Carr, Chef der Medienaufsichtsbehörde FCC teilte auf X mit, Sender müssten „im öffentlichen Interesse“ handeln und würden ihre Lizenzen entzogen bekommen, sollten „sie dies nicht tun“. Sender, die „Fake-News und Nachrichtenverzerrungen“ verbreiten hätten nun die Chance, ihre Berichterstattung vor Neuvergabe der Lizenzen zu ändern. Konkrete Medienhäuser wurden nicht genannt, die Empörung war nichtsdestotrotz groß. Die FCC agierte bisher politisch neutral, inhaltliche Zensuren sind ihr untersagt. Seit Beginn von Donald Trumps zweiter Amtszeit gilt sie aber als Instrument, um dessen politische Agenda durchzusetzen. (ila)

The New York Times: F.C.C. Chair Threatens to Revoke Broadcasters’ Licenses Over War Coverage

Der Tagesspiegel: Pressefreiheit: Druck auf US-Sender wegen Iran-Berichterstattung

Die Zeit: Druck auf US-Sender wegen Iran-Berichterstattung

tagesschau: US-Sender wegen Iran-Berichterstattung unter Druck