55 Angriffe auf Medienschaffende und Redaktionen in Deutschland hat die Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) für 2025 dokumentiert. Das ist weniger als 2024: Da lag die Zahl bei 89 Angriffen. Am häufigsten waren Attacken durch Tritte und Schlägen, so die RSF-Analyse. Vereinzelt seien auch Angriffe durch Sicherheitskräfte oder aus der linksextremen Szene gemeldet worden. Übergriffe gab es vor allem bei Demonstrationen, Parteiveranstaltungen oder Protestaktionen. Aus dem rechtsextremen Milieu seien 18 gewaltsame Übergriffe gekommen. In 11 Fällen seien Medienschaffenden auf Palästina-solidarischen Demonstrationen von Teilnehmern angegriffen worden. Ein Vorfall vom 24. Januar 2026 zeige, dass es dieses Jahr offenbar so weitergehe: Bei der extrem rechten „Winterakademie“ in Schnellroda wurden Journalisten des Netzwerks Recherche-Nord von Teilnehmern der Veranstaltung, darunter auch Angehörige des AfD-Nachwuchses, bedrängt, beleidigt, körperlich attackiert und bestohlen. (hk)
Reporter ohne Grenzen: Polarisierung, Desinformation, Angriffe: Die Lage der Pressefreiheit in Deutschland
BILD: 55 Attacken auf Journalisten in Deutschland
Stern: Reporter ohne Grenzen: 55 Angriffe auf Journalisten 2025 in Deutschland
Süddeutsche Zeitung: 55 Angriffe auf Medienleute