Eine bislang unbekannte Spionage-Software hat das Digital Security Lab (DSL) von Reporter ohne Grenzen gemeinsam mit der osteuropäischen Organisation RESIDENT.NGO entdeckt. Nach Angaben der Journalisten-Organisation wird diese vom belarusischen Geheimdienst unter anderem gezielt gegen Medienschaffende eingesetzt. Vermutet wird, dass die „ResidentBat“ genannte Spionagesoftware bereits seit mehreren Jahren im Einsatz ist. Sie hat Zugriff auf Anrufprotokolle, Mikrofonaufnahmen, Bildschirmaufzeichnungen, SMS, Nachrichten aus verschlüsselten Messengerdiensten sowie lokal abgespeicherte Dateien. Entdeckt wurde sie von einer Antiviren-Software, die das Smartphone einer journalistisch tätigen Person durchsucht hatte, die zuvor vom belarusischen Geheimdienst befragt worden war und ihr Smartphone entsperren und abgeben musste. Name und Geschlecht der Person wurden aus Sicherheitsgründen nicht veröffentlicht. (hk)
Reporter ohne Grenzen: Exklusiv: RSF entdeckt neue Spionagesoftware aus Belarus
netpolitik.org: Neue Spionage-Software entdeckt
Der Spiegel: Die dubiosen Geschäfte einer Überwachungsfirma