Lesetipp: Neues Buch von Martin Andree "Vermessung der digitalen Welt"

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Martin Andree unterrichtet Medienwissenschaft an der Universität Köln und forscht seit über 15 Jahren zur Vormachtstellung von Big Tech. In seinem neuen Buch "Vermessung der digitalen Welt" beschäftigt er sich mit der Bündelung der Aufmerksamkeit durch die digitalen Medien, die höher ist als alle Printmedien, Fernseh- und Radiosender zusammengenommen. 

Was Andree vor diesem Hintergrund vor allem besorgt: "Viele redaktionelle Medien sind im Ranking abgerutscht, weil sie einen immer größeren Anteil ihrer Angebote hinter eine Paywall stellen." Das möge für den einzelnen Anbieter ökonomisch sinnvoll sein, aber: "Es sorgt in der Gesamtbetrachtung weiter dafür, dass Qualitätsjournalismus an Sichtbarkeit und damit auch an Einfluss verliert." [...] Der Einwand, dass Menschen auf Youtube oder TikTok auch redaktionelle Inhalte wie die Tagesschau konsumieren, lässt er nicht gelten: "Das ist nicht dasselbe, als sehe man die Tagesschau im Fernsehen", glaubt er. "Wenn redaktioneller Content in die sozialen Medien wandert, müssen die Inhalte an die Sensations- und Polarisierungsalgorithmen angepasst werden. Ferner liegt die Kontrolle der Sichtbarkeit bei den Plattformbetreibern."

Das Buch ist bei Campus erschienen, hat 176 Seiten und kostet 25,00 Euro.

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